Netzwerk Gelebte Demokratie

Das Netzwerk

Das Netzwerk GELEBTE DEMOKRATIE in Dessau-Roßlau hat sich am 07. Dezember 2009 gegründet und ist ein Zusammenschluss aus gleichberechtigten und vielfältigen Vereinen, Initiativen, Bildungsträgern, Kultureinrichtungen, Institutionen - darunter der Offene Kanal Dessau - sowie einzelnen engagierten Bürgerinnen und Bürgern der Stadt. Es setzt auf eine hohe Beteiligung und Transparenz und lebt vom aktiven Handeln jedes Mitgliedes. Das Netzwerk begreift sich als Schnittstelle, möchte Angebote und Aktivitäten bündeln, Kooperationen vertiefen und dabei gemeinsam mit anderen zivilgesellschaftlichen Initiativen aus dem bisherigen Erfahrungsschatz schöpfen.

Der Offene Kanal Dessau unterstützt das Netzwerk GELEBTE DEMOKRATIE auf vielfältige Weise. Die Mitglieder des Netzwerks melden sich hier regelmäßig zu Wort, um auf Aktionen zum demokratischen Protest anlässlich des 7.März in Dessau-Roßlau hinzuweisen oder andere Schwerpunktthemen des Netzwerks zu diskutieren, wie Bürgerbeteiligung oder die Verständigung mit Zuwanderern.

www.gelebtedemokratie.de

 

Der Offene Kanal Dessau ist Mitglied des Netzwerkes Gelebte Demokratie. Vertreterin des Bürgersenders im Netzwerk ist Edith Strasburger.

ZIVILCOURAGE

In Dessau-Roßlau wurden die WOCHEN GELEBTER DEMOKRATIE 2014 im Oktober und November unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters der Stadt Dessau-Roßlau, Peter Kuras, und unter Trägerschaft des Offenen Kanal Dessau, Mitglied im Netzwerk GELEBTE DEMOKRATIE, durchgeführt.

 

In drei Veranstaltungen und einer Interview- und Vortragsreihe im Offenen Kanal Dessau wird unterschiedlichen Aspekten von Zivilcourage nachgespürt und dabei ein breiter Bogen – von Zeitzeugengesprächen über praktische Übungen in Kleingruppen bis hin zu Podiums- und Plenumsdiskussionen gespannt.

 

EINE MENSCHENKETTE FÜR DESSAU-ROSSLAU

Mit buntem Protestprogramm gemeinsam gegen den Neonaziaufmarsch am 08. März 2014

 

Am 08. März 2014 werden die Neonazis und Rechtsextremisten aus dem Kameradschaftsspektrum erneut aus Anlass der Bombardierung im 2. Weltkrieg in der Doppelstadt marschieren und mit ihrer geschichtsverfälschenden Propaganda die Opfer des Nationalsozialismus verhöhnen.

Zusammen für eine tolerante, offene und demokratische Stadtgesellschaft!, lautet deshalb erneut die Losung für den 08. März 2014. Das Netzwerk GELEBTE DEMOKRATIE ruft an diesem Tag alle engagierten Bürgerinnen und Bürger zu einem bunten und phantasievollen Protest gegen einen Aufmarsch von Neonazis auf.

Netzwerkkonferenz am 26. November 2013 ab 17 Uhr im Dessauer Liborius-Gymnasium

Als Mitglied und Unterstützer des Netzwerks lädt der Offene Kanal Dessau zur 4. Netzwerkkonfernez mit dem Titel MENSCHENKETTE UND MEHR - WIE WEITER MIT DER PROTESTKULTUR IN DESSAU-ROSSLAU? am 26.11. ab 17 Uhr ins Liborius Gymnasium ein.

Das Netzwerk GELEBTE DEMOKRATIE ruft alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, gemeinsam mit VertreterInnen aus Politik und Gesellschaft über mögliche Aktionen zum März 2014 zu diskutieren.

 

Auf dem Podium diskutieren:

Joachim Liebig, Kirchenpräsident evangelische Landeskirche Anhalts

Benedikt Kraft, Schulleiter Liborius Gymnasium

Cornelia Lüddemann, MdL Bündnis 90/Die Grünen

Angelika Zaizek, avendi-Laufteam

André Bücker, Generalintendant Anhaltisches Theater Dessau

Moderation Mika Kaiyama und Uwe Schmitter

 

Mit Mahnwachen, Kultur- und Bühnenprogramm, Toleranzlauf und einer MENSCHENKETTE FÜR DESSAU-ROSSLAU haben 2.500 Bürger und Bürgerinnen am 9.März 2013 ein kraftvolles Zeichen gesetzt und zugleich friedlich und kreativ gegen den alljährlichen Neonaziaufmarsch demonstriert. Dieser Erfolg des bürgerschaftlichen Engagements beruht auf einer breiten Unterstützung von Sportvereinen, Schulen, Religionsgemeinschaften, Unternehmen, dem Anhaltischen Theater, dem Kurt-Weill-Fest, der Stadtverwaltung, den demokratischen Parteien und zahlreichen aktiven Einzelpersonen. Dieses Bündnis gilt es nun zu festigen und ausbauen.

Denn am 08. März 2014 werden die Neonazis und Rechtsextremisten aus dem Kameradschaftsspektrum erneut aus Anlass der Bombardierung im 2. Weltkrieg in der Doppelstadt marschieren und mit ihrer geschichtsverfälschenden Propaganda die Opfer des Nationalsozialismus verhöhnen.

Das Netzwerk GELE BTE DEMOKRATIE möchte deshalb schon jetzt möglichst breit gemeinsame Aktionen zum März 2014 diskutieren und sich mit folgenden Fragen beschäftigen: Wo steht die Protestkultur in der Stadt, was hat sich warum bewährt? Welche neuen und innovativen Ansätze und Ideen können helfen, noch deutlichere Symbole und Zeichen zu setzen? Wie kann es gelingen, noch mehr Menschen als bislang zu motivieren, sich an Aktionen gegen Rechtsextremismus aktiv zu beteiligen? Welche ordnungsrechtlichen Spielräume und Instrumentarien bei der Auseinandersetzung mit Naziaufmärschen hat die Stadtverwaltung und wie werden diese praktisch genutzt?

Stimmen zum demokratischen Protest

Der Offene Kanal (OK) Dessau, Mitglied im Netzwerk GELEBTE DEMOKRATIE, präsentiert den Beitrag „Stimmen zum demokratischen Protest“ von Christoph Beyer.

 

Das Netzwerk, in dem sich Bürger sowie Vertreter von Vereinen und Institutionen aktiv für eine tolerante Stadt und eine lebendige demokratische Alltagskultur einsetzen, reagiert damit auf rechtsextreme Aufmärsche, die seit Jahren anlässlich der Bombardierung der Stadt am 7. März 1945 stattfinden. Zugleich ruft das Netzwerk zum demokratischen Protest am 10. März 2012 um 10.00 Uhr vor dem Dessauer Hauptbahnhof auf. Damit soll wiederholt ein Zeichen gegen demokratiefeindliches Gedankengut gesetzt werden.

 

In dem 30-minütigen Beitrag „Stimmen zum demokratischen Protest“ werden vier Bürger mit ganz unterschiedlichen persönlichen Zugängen darüber Auskunft geben, warum sie den demokratischen Protest am 10. März in Dessau-Roßlau unterstützen. Zu Wort kommen der Zeitzeuge Alois Koschig, Sabine Falkensteiner, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Dessau-Roßlau, die Jugendbeauftragte des DGB Halle-Dessau, Christina Schilling, sowie der Stadtratsvorsitzende Dr. Stefan Exner.

Während Alois Koschig, der wegen der Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg aus seiner

Heimat fliehen musste, über seine Erlebnisse in dieser Zeit berichtet, wird die

Gleichstellungsbeauftragte Sabine Falkensteiner für eine Stadt plädieren, in der die Bürger

den Mut haben, sich für ihre Interessen stark zu machen und rassistischen Sprüchen im

Alltag Einhalt gebieten. Die Gewerkschafterin Christina Schilling spricht sich für eine

fundierte Aufklärung gegen Rechts insbesondere von Jugendlichen aus, die lernen müssten,

dass sich hinter verknappten Aussagen und Aufrufen zu Demonstrationen im Internet

manchmal rechtsextremes Gedankengut verstecke. Und der Rechtsanwalt Dr. Stefan Exner

erläutert, dass die Demokratie vom Hinsehen der Menschen lebe und davon, „dass wir alle

dafür einstehen“. Aus seiner Sicht ist der demokratische Protest am 10. März ein Protest für

ein Zusammenleben in Freiheit.

 

 

Auf Sendung in der Woche vom 05.03. – 11.03.2012.

Bürgerbeteiligung am Kulturentwicklungsplan der Stadt Dessau-Roßlau

Im Amt für Kultur, Amtsleiter ist Bernd Vorjahns, wird gegenwärtig ein Kulturentwicklungsplan erarbeitet, in dessen Rahmen  nicht nur eine  Bestandsaufnahme  aller Kulturangebote und –anbieter erfolgt sondern auch die Bürgerbeteiligung an dieser Entwicklung umgesetzt werden soll.

 

Das Projekt Kulturentwicklungsplan wird durch einen externen Moderator, Dr. Patrick S. Föhl, begleitet.  Um eine Bürgerbeteiligung an der Planung zu organisieren, sind auch zwei Vertreter aus der Bürgerschaft im Projektbeirat des Kulturentwicklungsplans der Stadt Dessau-Roßlau vertreten. Aus zwei Initiativen wurde jeweils ein Vertreter / eine Vertreterin in den Beirat delegiert: Uwe Weber aus der Initiative „Land braucht Stadt“  sowie Edith Strasburger aus dem Netzwerk GELEBTE DEMOKRATIE.

 

Ziel ist es, die Entwicklung des Plans transparent zu gestalten und den Bürgern Mitbestimmung zu ermöglichen.

Das Grüne Band der Hoffnung

Netzwerkmitglied Annegret Friedrich –Berenbruch, Kreisoberpfarrerin für den Kirchkreis Dessau, unterstützt in ihrem Aufruf den friedlichen demokratischen Protest an der Friedensglocke der Stadt.

 

"Geben wir einander ein Signal des Friedens mit dem GRÜNEN BAND DER HOFFNUNG, dass den Willen zum Gespräch und des aufeinander Zugehens symbolisiert. Zeigen wir damit, dass wir für Gewaltfreiheit in wort und Tat stehen und mit unserem Gesicht für die demokratische Stadtgesellschaft eintreten."

 

 

Auf Sendung in der Woche vom 13.02. – 19.02.2012.