Unterstützung von Vor-Ort-Produktionen

Obwohl für alle Bürger die gleichen Chancen und Möglichkeiten bestehen, die eigenen (Vereins-)Interessen öffentlichkeitswirksam darzustellen, überwiegen häufig aus verschiedensten Gründen gravierende Schwierigkeiten (z.B. mangelnde Mobilität, körperliche Handicaps, zeitliche Überforderung durch das Engagement selbst u.a.).   Eine medienpraktische Nutzung des Offenen Kanal kann oft nicht erfolgen.

 

Aus diesem Grund, möchte der Offenen Kanal Dessau einen Schritt weiter gehen und diesen Nutzerinnen und Nutzern neben der Beratung die Möglichkeit der aktiven Mediennutzung durch eine Erweiterung, durch ein zusätzliches Angebot ermöglichen, um das eigene Engagement über den Sender in die Öffentlichkeit zu stellen.

 

Seit 1. Juli 2016 konnte für die Dauer von drei Jahren ein neues Angebot für Vereine, Initiativen und gemeinnützige Einrichtungen.  Im Rahmen des Projektes wird die medienpädagogische und beratende Tätigkeit der Mitarbeiter des OK Dessau durch zwei Teilzeitkräfte in der Maßnahme "Sachsen-Anhalt Gesellschaftliche Teilhabe: Jobperspektive 59plus" im Projekt "Unterstützung bei Vor-Ort-Produktionen" ergänzt werden.

 

Der Einsatz der beiden neuen Mitarbeiter in dem lokalen, werbefreien Fernsehkanal wird durch Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union, durch Projektmittel der Medienanstalt Sachsen-Anhalt und durch Spenden finanziert.

Mit der Antragsbestätigung des regionalen Arbeitskreises der Stadt Dessau-Roßlau wurde es dem OK Dessau ermöglicht, bei der Förderservice GmbH der Investitionsbank Sachsen-Anhalt erfolgreich einen Antrag für das Programm, das zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten zur Vermeidung sozialer und beruflicher Ausgrenzung fördert, zu stellen.

 

Am 1. Juli 2016, nahmen mit der Unterzeichnung ihrer Verträge die ersten beiden Bewerber, die bereits Erfahrungen im Bürgerkanal gesammelt haben, im OK Dessau ihre Tätigkeit in der Maßnahme „Unterstützung bei Vor-Ort-Produktionen“ auf. Mit Hilfe der beiden Diplomingenieure sollen vor allem Dessau-Roßlauer erreicht werden, die den OK zwar gern nutzen würden, aber aus persönlichen Gründen, wie körperlicher Handicaps oder mangelnder Mobilität, Schwierigkeiten haben, die Angebote wahrzunehmen. Zunächst werden die beiden Interessenten aber selbst an die Arbeit mit der Kamera- und Tontechnik herangeführt, denn hier betreten auch sie Neuland, wofür sie sich ganz bewusst entschieden haben. Insgesamt stehen die beiden Programmteilnehmer dem OK Dessau drei Jahre lang im Rahmen dieser Maßnahme zur Verfügung.

 

Der 60-jährige Joachim Hopperdietz ist Diplomingenieur für Maschinen- und Schiffbau. Als umsichtiger Projektmitarbeiter im BAFZ e. V. hat sich der Roßlauer bereits in der Berufsorientierung für Schüler und als Ausbilder engagiert. In diesem Zusammenhang stand er u. a. als Interviewpartner vor der OK-Kamera und hat das Fach Elektrotechnik im Bürgerkanal vorgestellt. Das Koordinations- und Organisationstalent plant schon jetzt einen Beitrag zum Roßlauer Schifferfest. Der Dessauer Peter Liensdorf war in den vergangenen drei Jahren vor allem in Roßlau im soziokulturellen Zentrum Ölmühle anzutreffen, wo der 59-Jährige als Bundesfreiwilliger u. a. kostenfreie Ratgebernachmittage für Menschen mit Computerfragen angeboten hat, die er auch weiterhin offerieren will. Sein Know-how wird er nun aber vorwiegend im OK einbringen.

 

Der Einsatz der beiden Männer in dem lokalen, werbefreien Fernsehkanal wird durch Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union, durch Projektmittel der Medienanstalt Sachsen-Anhalt und durch Spenden finanziert.